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WARREN HAYNES - Ashes & Dust (2015)

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WARREN HAYNES kennt man als ex-Gitarrist der ALLMAN BROTHERS BAND und vor allem als Kopf seiner JAM ROCK Formation GOV`t MULE. Nun hat er sein drittes Solo-Album herausgebracht, dass er mit der Bluegrass-Band RAILROAD EARTH eingespielt hat. Die Hinwendung zu Folk und Country steht ihm hervorragend. Er bringt sich mannschaftsdienlich ein und überzeugt mit großartigen Songs und inbrünstigem Einsatz. Die dritte Solo-Scheibe des Gov`t Mule-Chefs ist die überzeugendste Leistung seiner bisherigen Karriere geworden. Jetzt hat der ex- The Allman Brothers Band -Gitarrist Warren Haynes neben seinen umfangreichen Verpflichtungen mit seiner Jam-Rock-Formation  Gov`t Mule  sogar noch Zeit gefunden, ein drittes Album unter eigenem Namen aufzunehmen. Grade konnte er mit seiner Stammband noch 20-jähriges Jubiläum feiern und öffnete dazu sein Archiv, worüber wir ausführlich berichteten („ Sco-Mule “, „ Dub Side Of The Mule “, „ Stoned Side Of The Mule “), jetzt legt der Vollprofi schon d...

SOMEDAY JACOB - It Might Take A While (2015)

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SOMEDAY JACOB spielen herrlich entspannten Folk-Rock, kommen aus Bremen und Hamburg und verfassen Songs von internationalem Niveau. Sie sind hiermit zur Entdeckung freigegeben.  Jörn Schlüter hat aus Someday Jacob eine feste Band geformt, die eine reife, gutabgehangene, ausgeruhte Songsammlung abliefert. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Dieses alte Sprichwort bewahrheitet sich im Fall von Someday Jacob. Denn ihr feingliedriger Folk- und Country-Sound ist so verwurzelt, ureigen, geschmackssicher und wertvoll, dass man kaum glauben mag, dass die Bandmitglieder nicht aus den USA, sondern aus Bremen und Hamburg stammen. „It Might Take A While“ ist das zweite Album von Sänger, Gitarrist und Komponist Jörn Schlüter, der auf dem Debüt von 2011 noch vieles im Alleingang geregelt hat. Danach wurde seine Tour-Band die heutige Besetzung von Someday Jacob. Beim zweiten Album verschob sich damit auch die Sichtweise. Die Songs wurden mit Blick auf den Sound, den...

WILCO - Star Wars (2015)

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Unverhofft kommt oft: Wilco verschenken über ihre Webseite einen Download ihres aktuellen, neunten Studio-Albums, das offiziell erst am 21.08.2015 erscheint. Jeff Tweedy hat mit Wilco den überzeugenden Wandel vom Americana-Sound zu einer allumfassenden, stilsprengenden Band vollzogen. Erstaunlicherweise erntete er mit diesem kompromisslosen Kurs nicht nur Kritiker-Respekt, sondern heimste auch kommerziellen Erfolg ein. Die letzten Studioaufnahmen der aufgeschlossenen Formation sind jetzt auch schon vier Jahre alt („ The Whole Love “, 2011) und Jeff hatte inzwischen zusammen mit seinem Sohn unter dem Namen  Tweedy  einen Teil seiner Ideen an die Öffentlichkeit gebracht („ Sukierae “, 2014). Jetzt gibt es aus heiterem Himmel unangekündigt vorab das neue Wilco-Album zum legalen, kostenlosen Download über die Wilco Homepage wilcoworld.net. Der Grund dafür sei der Spaß an der Überraschung, verkündete der Chefdenker der Rock-Band. Es gibt 11 neue Einblicke in den derzeitigen...

JASON ISBELL - Something More Than Free (2015)

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Mit Studioalbum Nummer fünf etabliert sich der Americana-Songwriter Jason Isbell endgültig als einer der eindrucksvollsten und ambitioniertesten Vertreter seiner Zunft. Es lassen sich einige Parallelen zwischen Jason Isbell und  Ryan Adams  feststellen. Beide sind Sänger, Komponisten sowie Gitarristen und mit einem Rock`n`Roll-Herz im erweiterten Americana-Umfeld tätig. Außerdem haben beide Musiker vor ihrer Solo-Karriere in renommierten Bands gespielt. Adams bei der von ihm gegründeten Country-Rock-Band  Whiskeytown  und Isbell war von 2001 bis 2007 Mitglied der muskulösen Southern-Rocker  Drive-By Truckers . Sowohl von  Ryan Adams  wie auch von Jason Isbell kann man aufgrund ihrer außergewöhnlichen Talente Songs erwarten, die intensive Gefühle transportieren und tief berühren. In den besten Momenten erzeugen sie eine magische, Gänsehaut erzeugende Wirkung. „Something More Than Free” ist das fünfte Album des Singer/Songwriters aus Alabama, der...

SLY & THE FAMILY STONE - Live At The Fillmore East October 4th & 5th, 1968

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Eine kleine Sensation ist die Veröffentlichung des ersten Live-Albums von SLY & THE FAMILY STONE. "Live At The Fillmore East October 4th & 5th, 1968" enthält vier Konzerte aus dem Musentempel von Bill Graham und vermittelt einen ungefähren Eindruck der Intensität dieser Formation. Sly & The Family Stone gaben der Verbindung von Funk und Rock Ende der 60er-Jahre Starthilfe. Jetzt zeigt das Dokument „Live At The Fillmore East“ nochmal eindrucksvoll auf, welche Power in dieser Formation steckte. Er ist eine Ausnahmeerscheinung, wenn es um die Entwicklung der afro-amerikanischen Musik in den USA geht. Ende der 60er-Jahre fusionierte er Psychedelic-Rock, Rhythm & Blues, Soul und Funk in einer bahnbrechenden Weise, wie vor ihm nur  James Brown . Außerdem war er auch hinsichtlich seines Auftretens und der von ihm verbreiteten gesellschaftspolitischen Botschaften ein Revolutionär und Vorreiter. Die Rede ist von Sylvester Stewart alias Sly Stone, der in der Bay ...

Iron And Wine & Ben Bridwell - Sing Into My Mouth (2015)

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Sam Beam und Ben Bridwell haben zusammen ein Album mit Cover-Versionen aufgenommen. Bei diesen beiden Musikern handelt es sich um die Köpfe von IRON & WINE und BAND OF HORSES. Sie haben tief in der Pop-Historie gegraben und Lieder so unterschiedlicher Künstler wie J.J. und JOHN CALE, SADE, den TALKING HEADS und der MARSHALL TUCKER BAND geborgen. Alles wird schön melancholisch und unaufgeregt dargeboten, sodass es eher ein Herbstalbum geworden ist. Aber der kommt ja leider wieder viel früh und dann können die Songs die Seele wärmen. Die Köpfe von Iron And Wine und Band Of Horses haben ihr lange vorbereitetes Cover-Versionen-Projekt realisiert. Iron And Wine ist der in South Carolina aufgewachsene Singer/Songwriter Sam Beam. Entstanden seine ersten Songs 2002 noch als Heim-Aufnahmen, so wurde er im Laufe seiner Karriere immer professioneller, ohne dabei seinen eigenbrödlerischen Charme abzulegen. Für die Werke „In The Reins“ (2005) und „The Shepherd`s Dog“ (2007) hatte er schon ...

Song des Tages: JAKE BUGG - ALL YOUR REASONS

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Wurde der Jungspund von einigen Zweiflern nach seinem Sensationsdebut von 2012 als Eintagsfliege abgetan, so staunten diese Kritiker wahrscheinlich ein Jahr später nicht schlecht, als SHANGRI LA vorlag. Deutlich gereift zeigt sich der Engländer stilistisch offen und kompositorisch abgeklärt. ALL YOUR REASONS klingt wie ein verschollener West-Coast-Folk-Rock-Track von Anfang der 70er Jahre. Ist aber ein JAKE BUGG-Original. Da staunt man nicht schlecht und hofft auf anhaltende Kreativität.  Hier zum Entzücken und Genießen als YOUTUBE-Audio:

JAY-JAY JOHANSON - OPIUM (2015)

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Der schwedische Songwriter und Produzent JAY-JAY JOHANSON hat mit OPIUM ein außergewöhnlich faszinierendes Werk herausgebracht. Akustische Instrumente und Elektronik werden hier in feiner Eintracht miteinander kombiniert. Jay-Jay Johanson wirft seine musikalischen Fangstricke aus und spinnt den Anhänger des anspruchsvollen Liedguts mit sensiblen Schalldichtungen in einem Geflecht aus natürlichen und elektronisch erzeugten Tönen ein. Da ist aber jemand schlecht drauf, könnte man beim Betrachten des Cover-Fotos der neuen CD von Jay-Jay Johanson meinen, die er auf den Namen „Opium“ getauft hat. Dabei möchte Mr. Johanson - der so ernsthaft aussehend abgelichtet wurde - erreichen, dass seine Zuhörer süchtig nach seiner Stimme, seinen Songs und seiner Musik werden. Der schwedische Produzent, Songwriter und Sänger trat zum ersten Mal im Jahr 1996 mit seinem TripHop-Beitrag „Whiskey“ ins Licht der Öffentlichkeit. Nicht nur wegen der Verwendung von Genuss- und Rauschmitteln als Titel schl...

JAMES TAYLOR - Before This World (2015)

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JAMES TAYLOR hat sein erstes Album mit eigenen Songs seit 2002 veröffentlicht. Es heißt BEFORE THIS WORLD und erfüllt die Erwartungen, die man an diese Ikone des sensiblen Country-Folk-Pop stellt. Um nicht zu sagen: Es ist sehr schön geworden. Erfahrung und Talent machen`s möglich. Nach 13 Jahren ohne eigene neue Songs hält James Taylor aktuell mühelos seinen gewohnten Qualitätsstandard. Vor seinem Durchbruch im Jahr 1970 mit der Platte „Sweet Baby James“ hatte der Troubadour James Taylor schon bewegte Zeiten hinter sich. Einsamkeit und Verzweiflung waren Wegbegleiter des in wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsenen Musikers gewesen, bevor er mit seinen frühen melancholischen Songs zum Sprachrohr und zur Identifikationsfigur vieler von Selbstzweifel und Unsicherheit geplagter Jugendlicher wurde. Schon 1965 - mit 17 Jahren - unternahm der sensible Teenager einen Suizid-Versuch und verbrachte danach einen 9-monatigen Klinikaufenthalt wegen Depressionen. In dieser Zeit war er in ei...

OPEZ - Dead Dance (2015)

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Opez entführen den aufgeschlossenen Hörer genussvoll, lässig und kunstvoll in ausdrucksstarke, vieldeutige Klanglandschaften und behalten dabei den Boden unter den Füßen. Man stelle sich vor, im Grenzgebiet zwischen Kalifornien und Mexiko unterwegs zu sein. Dead Dance könnte für eine musikalische Umsetzung der landschaftlichen und kulturellen Eindrücke stehen, die dort auf den Reisenden einprasseln. Dabei handelt es sich bei den Akteuren von Opez nicht um Vertreter des amerikanischen Kontinents, sondern um die beiden italienischen Musiker Massi Amadori (Gitarre, Percussion, Ukulele, Akkordeon) und Francesco Tappi (Kontrabass, Streich- und Blasinstrumente). Sie selber bezeichnen ihren Stil als Latin Desert & Funeral Party, wobei sie mit natürlichen Instrumenten ohne Elektronik-Einsatz einen sinnlichen, entspannten, teils entrückten, teils lebensnahen Folk-Noir erzeugen. Auch von Tönen der Einsamkeit, die mysteriöse Landschaften entstehen lassen, ist die Rede. Außerdem ist ein un...

ALECTRO - School Of Desire (2015)

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Der Singer-Songwriter und Gitarrist Steve Kirkman und der Bassist und Produzent Jeff Eyrich machen unter dem Namen ALECTRO Roots-Rock der besonderen Art.  Zwei Roots-Rock-Veteranen mischen die Szene gewaltig auf und zeigen als Alectro, wie man mit minimalem Einsatz ein maximales Ergebnis erzielen kann. Mit dem Projekt Alectro erleben zwei gestandene Musiker ihren zweiten Frühling, der sich trotz der Verwendung von beinahe archaischen Musikstilen wie ein Jungbrunnen anhört. Das Duo besteht aus dem Singer-Songwriter und Gitarristen Steve Kirkman und dem Bassisten und Produzenten Jeff Eyrich. Beide leben in New York und haben schon eine bewegte musikalische Vergangenheit hinter sich. Kirkman ist auf einer Farm in North Carolina großgeworden und hatte in diesem Umfeld früh Berührung mit Country, Blues, Gospel und Rock`n`Roll. Seine Arbeit als Musiker, Toningenieur und Produzent hat ihn dann später nach New York geführt, wo er nach der Jahrtausendwende auch eigene Alben rausgebrach...