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Nick Cave - Idiot Prayer (VÖ: 20.11.2020)

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Nun also doch! Zunächst hieß es, dass das Livestream-Konzert von Nick Cave, dass am 19. Juni 2020 übertragen wurde, exklusiv den zahlenden Fans zur Verfügung stehe. Jetzt wird es die Show nicht nur auf Tonträgern (Doppel-CD, Vinyl, Download), sondern auch - wenn möglich - im Kino geben. Eine anschließende Vermarktung auf DVD/bluray ist dann wohl auch nicht mehr ausgeschlossen. Vielleicht war es der Druck der Fans, der diese Marketing-Kehrtwende möglich machte. Vielleicht auch die Intensität des speziellen Momentes, die Cave mit der Allgemeinheit teilen wollte. Er spricht im Zuge der Wirkung der Veranstaltung von einem "Gebet ins Nichts". Das mag man schon alleine aufgrund des Standortes nachvollziehen, denn das Alexandra Palace in London, in dem die Solo-Piano-Aufführung stattfand, ist im Grunde genommen nur ein riesiger leerer Raum. Bei seiner "Conversation with..."-Tour, die noch bis Anfang 2020 lief, hatte Nick Cave oft reduzierte, auf den Kern zusammengeschmolze...

Long Tall Jefferson - Cloud Folk (VÖ: 20.11.2020)

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  Long Tall Jefferson heißt eigentlich Simon Borer und stammt aus der Nähe von Luzern in der Schweiz. Im Internet beschreibt sich der gelernte Jazz-Musiker gerne als "unruhiger Songwriter und Geschichtenerzähler". "Cloud Folk" ist sein dritter Longplayer, der den traditionell geprägten Folk, den er bisher pflegte, in eine Ebene transportieren soll, bei der sich Zukunft und Gegenwart begegnen.  "Wild Imagination" enthüllt den Spagat, den der Musiker stilistisch vornimmt. Er  präsentiert sich als einsamer Cowboy, der  in der Prärie  nicht ohne Laptop auskommt. Will sagen: Sein Herz hängt am Country-Folk, aber sein Verstand sagt ihm, dass er ohne technische Errungenschaften verloren ist. Und deshalb mischt er Tradition mit Moderne und lässt akustische Instrumente neben Auto-Tune-Effekten erklingen.  Vor ein paar Jahren gab es schon mal eine Mini-Bewegung in diese Richtung, die sich Folk-Tronic nannte. Jedenfalls ist "Wild Imagination" sehr gelung...

Oxen - Buy A Dog (VÖ: 13.11.2020)

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  Der Hund ist der beste Freund des Menschen! Oder ist es die Katze? Zumindest können Tiere Geborgenheit und Wohlbefinden schenken, wenn sich eine innige Beziehung zwischen Mensch und Tier aufbauen lässt. "Hunde lieben bedingungslos. Also vernachlässige alles andere und kaufe Dir einen Hund". Das raten zumindest  Erik Hases und Stefan Söderqvist, die die schwedische Band Oxen sind. Die Beiden sind seit Kindertagen  Freunde  und haben wahrscheinlich genau so eine tiefe Bindung, wie sie sich diese zwischen Mensch und Tier vorstellen. "Buy A Dog" ist das zweite Album von Oxen seit "Postpone & Forget" von 2018. Der Sound des Alternative-Rock der 1980er und 1990er Jahren hat es ihnen besonders angetan und soll nun ein Revival oder vielleicht sogar eine Runderneuerung erhalten.  Der Eröffnungs-Track "Indie Dreams" bietet dann erst einmal einen beschwingten, zeitlosen, soft-rockigen Bubblegum-Pop im mittleren Tempobereich an, der sympathisch, ohrwur...

Anna.Luca - Small Friendly Giant (VÖ: 13.11.2020)

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  Die deutsch-schwedische Musikerin Anna Luca Mohrhenn wurde 1983 in Deutschland geboren, wuchs in Schweden auf und lebt jetzt wieder in Wuppertal. Diese Dualität der Lebensmitten hat mit der Trennung der Eltern zu tun. Ein Thema, das sie - wie auch andere prägende Meilensteine - in ihrer Musik verarbeitet. So geht es bei "Hallonsommar" (= Himbeersommer) um den Tod des schwedischen Großvaters, der der Musikerin den Boden unter den Füßen weg gerissen hat. Die Suche nach Antworten auf existenzielle Fragen und die Forschung nach der eigenen Identität war eine Folge davon.  Das alles hatte Einfluss auf die musikalische Entwicklung, bei der Kunstlied, Jazz und Pop Eckpfeiler sind. Dabei fing alles mit einer klassischen Klavierausbildung an. Daraus entstand eine innige Liebe zu den Klavierkonzerten von Brahms. Als Heranwachsende flirtete sie dann sogar mit HipHop, was für eine offene Herangehensweise an Musik spricht. Heute arbeitet die vielseitig begabte Künstlerin neben Kompositi...

Matt Berninger - Serpentine Prison (VÖ: 23.10.2020)

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Früher war mehr Provokation, mehr Kontrast, mehr extrovertierter Aufruhr. Aber in Matt Berningers Kompositionen steckte auch schon immer das Gespür für tiefschürfende Erkenntnisse, ergreifende Emotionen und zeitlos schöne Melodien, die er mit seinem einnehmenden Bariton zu Hymnen aufwertete. Mit den 1999 gegründeten The National reifte er rasch zum eigenständigen, besonderen Songwriter heran, der mit einem Fuß im experimentellen Art-Pop und mit dem anderen in traditionellen Roots-Rock-Bereichen steht. Aber warum musste jetzt ein Solo-Album produziert werden, hätten die entwickelten Ideen nicht auch mit The National umgesetzt werden können? Eigentlich war zunächst ein Cover-Versionen-Album geplant. Der Produzent Booker T. Jones (ex-Booker T. & The MG`s, größter Hit: "Green Onions") favorisierte aber die parallel geschriebenen eigenen Songs von Matt und so entstand mithilfe von etlichen Gastmusikern der aktuelle Song-Zyklus. Auf "Serpentine Prison" singt M...

Lambchop - TRIP (VÖ: 13.11.2020)

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  Um eine Cover-Version interessant zu gestalten, kommt es nicht darauf an, das Original möglichst genau nachzuspielen. Ganz im Gegenteil! Viel wichtiger ist eine eigene Interpretation oder das Herausstellen der Essenz der Vorlage. Mit "TRIP" hat sich Kurt Wagner von Lambchop genau diesen Aufgaben gestellt. Im Herbst 2019 entschied er, statt auf Tournee zu gehen, sich mit den Bandmitgliedern in Nashville zu treffen, um eine Platte aufzunehmen. Das Konzept dafür war, dass jeder eine Fremdkomposition vorschlagen sollte, die dann innerhalb eines Tages fertig gestellt werden sollte. Wagner selbst wollte sich weitmöglichst aus dem Entstehungsprozess heraus halten und nur als beteiligter Musiker teilnehmen, nicht als Band-Leader. Schlagzeuger Matthew McCaughan wählte "Reservations" von Wilco aus dem "Yankee Hotel Foxtrot"-Album von 2002 aus. Der Song setzt sich aus psychedelischem Pop und spielerisch-experimentellen Improvisationen zusammen, deren Aneinanderreih...

Kristofer Åström - Hard Times (VÖ: 06.11.2020)

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  Der schwedische Singer-Songwriter Kristofer Åström ist stets gespannt darauf, wie seine Kompositionen interpretiert und ausgelegt werden. Sein zehntes Studioalbum "Hard Times" wird von der Single "Inbetweener" eingeleitet, die im Vorfeld der Veröffentlichung von seiner Tochter Astrid beurteilt werden sollte. Statt in Worten drückte sie ihre Ansicht in einer Zeichnung aus, die das Cover des Werkes ziert. Darauf ist ein schöner, anmutiger, schlanker Hundekopf zu sehen, der aus einem Hemd heraus ragt. Der Hund strahlt Stolz, Eleganz, Wehmut und Freundlichkeit aus.  Was für eine ausdrucksstarke Skizzierung, die ja sinnbildlich zumindest einen Track charakterisieren soll: "Inbetweener", der über sechsminütige Song zum Bild weist klare Strukturen, locker fließende Folk-Rock-Akkorde und warmherzig-leidenschaftliche Melodie-Linien auf. Die Besetzung aus Bass, Schlagzeug, E-Gitarre und Orgel erzeugt eine gelassene, aber dennoch wache Stimmung mit viel Soul zwisch...

BRTHR - High Times For Loners (VÖ: 06.11.2020)

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  Das viel zitierte schwierige dritte Album, das häufig Stillstand oder Neuausrichtung einer Karriere anzeigt, heißt  bei BRTHR  "High Times For Loners" und wurde im März 2020 kurz vor dem ersten Corona-Lockdown fertiggestellt. Es waren also vorwiegend künstlerische Überlegungen in das Konzept des Werkes eingeflossen, auch wenn sich der Titel wie eine böse Vorahnung anhört.  Der Opener "Speak Loud (When You Speak Love)" verschmilzt charmant Bob Marley mit J.J. Cale und zeichnet das Duo Philipp Eißler (Gitarre, Gesang) und Joscha Brettschneider (Gitarre) wieder einmal als Meister der leichten, verführerischen Töne aus. Sie können aufgrund ihrer smarten Art und Weise mit solch einem launigen Song nahezu jeden sofort um den Finger wickeln. Und das funktioniert auch noch nach diversen Hördurchgängen. Das unterschwellig karibisch angehauchte "Strawberry Love" kommt wesentlich ruhiger daher. Der Song deckt die nachdenklichen Stimmungen kurz nach Sonnenunterg...

Ane Brun - After The Great Storm (VÖ: 30.10.2020)

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  Ane Brun gehört zu den Personen, bei denen aufgrund ihrer Biographie eine Hinwendung zur Kunst nicht zufällig, sondern beinahe notwendig oder unvermeidbar erscheint. Geprägt durch die Mutter - die Jazzsängerin und Pianistin Inger Johanne Brunvoll - spielte Musik und Kunstverständnis eine große Rolle in der Familie. Aufgrund dieser "schöngeistigen, gestalterischen Vorbelastung" wurde der ältere Bruder Björn womöglich Fotograf und die jüngere Schwester Marie Kvien auch Sängerin.  Ane wurde 1976 in Molde (Norwegen) geboren und verließ 1995 ihren Heimatort, um zwischen Barcelona, Oslo und Bergen zu pendeln. Während ihres Studiums in Bergen begann sie mit dem Schreiben von eigenen Songs, die sie erstmalig 1999 als Demo-Versionen aufnahm. Danach zog sie nach Schweden, wo etwa ab 2001 das Musizieren einen ernsthafteren Hintergrund bekam. 2003 nahm das Talent das Debütalbum "Spending Time With Morgan" auf und tourte danach intensiv durch ganz Europa. Nach einer e...

Kurz und bündig: Lil Beck - Mr. LowFi Guy (2009)

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Es handelt sich bei "Mr. LowFi Guy" in der Tat um eine erdige, raue, spontan wirkende Produktion ohne zusätzlichen Schliff. Das Gegenteil von HighFidelity eben. Ursprüngliche Tugenden des Rock'n'Roll wie Rebellion gegen Normen und dreckige Riffs gepaart mit leidenschaftlichem Gesang treten zu Tage. Lil Beck ist ein Musiker aus Los Angeles. der sich im weiten Feld zwischen schweißigem Blues, rohem Rockabilly und Anti-Folk suhlt. Er singt mit nöliger Stimme in der Art eines Gordon Gano (Violent Femmes), Nikki Sudden (The Jacobites) oder Peter Perrett (The Only Ones). Die Band spielt dazu schlampig, wie Johnny Thunders (Heartbreakers).  Authentizität geht hier vor Perfektion, Leidenschaft zählt mehr als ausgefeilte Kompositionen. Die Songs werden im White Stripes-Stil. nur mit Gitarre und Schlagzeug mit gelegentlicher Percussion, sparsam und konturlos präsentiert. Die Magie das Augenblicks soll eingefangen werden.  Lil Beck verbindet die Rock-Klassiker ,,Not fade away...

Kurz und bündig: Vienna Teng - Dreaming Through The Noise (2006)

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Die ehemalige Software-Entwicklerin aus dem Silicon Valley legt mit „Dreaming Through The Noise" ihr drittes Album vor. Teng hat zweifellos Talent und singt mit erotisch-charmanter Stimme ihre meist verträumten Songs. Trotzdem hinterlässt das Album bei mir einem zwiespältigen Eindruck.  Hochklassige Kompositionen wie z.B. das verführerische, pastellfarbene „Blue Caravan"  sowie das jazz-poppige „Love Turns 40"  und „Transcontinental, 1.30 A.M.",  die mit Einfühlungsvermögen vorgetragen und geschmackvoll instrumentiert und arrangiert sind, stehen neben elfenhaften, New-Age-gefärbten Liedern. Diese konturlosen, aufgeblasenen Kompositionen (wie z B. "Now Three"  oder „Recessional")  stoßen bei mir sauer auf. Da beschleicht mich doch das Gefühl, dass hier das Kalkül, im Fahrwasser eines Millionenpublikums von z.B. Enja schwimmen zu können, vor künstlerischer Integrität gestanden hat.  Den Songs hätte mehr Straffheit and weniger Vernebelung in der Produkti...

Kurz und bündig: SongDogs - Hometown Queens & Bus Stops (2006)

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Bei Americana-Puristen müssen die Musiker aus den USA kommen, um als authentisch anerkannt zu werden. Es ist mal wieder Zeit, mit diesem Vorurteil aufzuräumen Nicht nur Markus Rill hat bewiesen, dass er im Zweifel der kreativere Künstler sein kann, weil er nicht durch Szene-Zugehörigkeit oder durch ideologische Bremsen in seiner Kreativität eingeengt ist.  Da gibt es noch eine Falle weiterer besser Beispiele für 1A-Roots-Musik aus deutschen Landen, wie z.B. die tolle Country-Folk-Psychedelic-Band Waiting For Louise . Auch die SongDogs aus Berlin haben sich im Kern anglo-amerikanischen Spielarten zugewandt und überzeugen zunächst einmal durch ihre unkonventionelle Herangehensweise. Ihre Vorbilder Dylan, Springsteen und Stones dienen nur als Ansporn und treten nicht offen als Kopie zu Tage.  Bei ihrer Songkollektion (nur Eigenkompositionen) wird Abwechslung groß geschrieben. Das Repertoire enthält folkige Balladen, midtempo-Rocker, Blues-Einflüsse sowie Heartland- und Country-Ro...

Kurz und bündig: Grayson Capps - If You Knew My Mind (2005)

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Grayson Capps war eine Hälfte des Roots-Pop-Duos Stavin' Chain aus New Orleans. Seine erste Solo-CD atmet den Dreck der Großstadt und die Schwüle der Sümpfe Louisianas. Capps singt mit gegerbter Stimme seine an Folk und Blues geschulten Lieder und zeigt dabei großes Talent für die passende Stimmung, perfektes Timing und variable Untermalung.  Die Palette der Ausdrucksweise zieht sich dabei von nur mit akustischer Gitarre begleiteten Erzählungen bis hin zu soften Blues-Rockern. Zu ersteren Songs gehört „ Love Song For Bobby Long", das auf einer Romanvorlage seines Vaters beruht und in 2004 verfilmt wurde (Hauptrolle: John Travolta). Grayson Capps ist in dieser Form eine scharfe Konkurrenz für Songwriter wie John Hiatt oder Greg Brown. 

Kurz und bündig: Denis Jones - Red + Yellow = (2010)

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Denis Jones aus Manchester gehört zu der Gattung Musiker, die sich mit Folk-Tronic beschäftigt. Also der Verbindung traditioneller Erzählkunst zur akustischen Gitarre unter Hinzunahme elektronischer Geräte und Geräusche, die zur Rhythmus- oder Effekt-Bildung eingesetzt werden.  Denis Jones pendelt seine Songs bei dieser Methode geschickt aus. Ist der melodische Anteil dominant, steuert er mit sperriger Elektronik dagegen. Düsteren, kalten Maschinen-Klängen nimmt er durch harmonischen Gesang und liebliche Melodien die Bedrohlichkeit. Jedes Lied ist konzeptionell anders aufgebaut.  So hat er beim Opener "CLAP HANDS" Kinderlied-Verse verwendet und diese mit dröhnenden Bässen hinterlegt. Das Ergebnis erinnert an den DNA-Remix von SUZANNE VEGA's "TOM's DINER".  Der Song "ELVIS" ist im Kern Americana, entwickelt aber durch sirrende Effekte und künstliche Bläsersatze surreale Züge.  Bei "SOMETIMES" beschränkt sich der Elektronik-Anteil auf zucke...

Kurz und bündig: Anders Chriss - Volatility (2010)

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Der Schwede Anders Chriss hat 7 Jahre in China gelebt. Dort hat er in unterschiedlichsten Konstellationen - so auch im Jazz- und DJ-Umfeld - auf Festivals und in Clubs Musik gemacht. Diese Vielfalt hat nicht auf sein erstes Album "Volatility" abgefärbt.  Auf "Volatility" tummelt er sich im Alternativ-Rock-Bereich. Seine Songs basieren häufig auf folkig gespielter akustischer Gitarre, bekommen aber durch die Arrangements eine neue Ausrichtung. Anders Chriss scheint alle Instrumente selbst zu spielen und auch das Programming übernommen zu haben.  Man hört Mainstream-Grunge-Rock, wie ihn in ähnlicher Form Nickelback pflegen. Man kann die Seelenpein, die von Radiohead-Kompositionen ausgeht, aufspüren. Oder man wird in die Indie-Disco gebeamt, wenn Chriss die Tracks mit einem monotonen Maschinenbeat unterlegt. Es kann auch gefühlig werden, wie z.B. bei "Little Man". Aber auch hier geht es dann nicht ohne Drum-Computer ab.  Für mich hört sich das dann im Ergebni...